Bleifrei trinken: Ab 12. Januar 2026 sind Bleirohre endgültig tabu – warum eine Wasseranalyse jetzt sinnvoll ist
Leitungswasser gilt in Deutschland als das am besten kontrollierte Lebensmittel. Was viele Verbraucher:innen dennoch unterschätzen: Das hohe Qualitätsniveau endet häufig am Hausanschluss. Auf den „letzten Metern“ im Gebäude belasten alte Leitungen oder Armaturen das Wasser teilweise erheblich.
Genau hier setzt eine zentrale Änderung der Trinkwasserverordnung an. Spätestens ab dem 12. Januar 2026 müssen Bleirohre und bleihaltige Teilstücke in Trinkwasserinstallationen entfernt oder stillgelegt sein. [1] Das Hamburger Unternehmen IVARIO unterstützt Verbraucher:innen dabei, die eigene Situation schnell und verlässlich zu prüfen – mit laborbasierten Wasseranalysen, die sich einfach zu Hause durchführen lassen bei denen die Probe einfach zu Hause genommen wird.
Blei ist besonders tückisch, da es unsichtbar ist: Es kann sich im Körper anreichern und bereits in geringen Mengen toxisch sein. Besonders sensibel reagieren Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder. Der aktuell geltende Grenzwert für Blei im Trinkwasser liegt bei 0,010 mg/l; ab dem 12. Januar 2028 sinkt er auf 0,005 mg/l. [1] Bleirohre gelten dabei als wesentliche Ursache dafür, dass Grenzwerte – insbesondere im sogenannten Stagnationswasser – schwer einzuhalten sind.
Warum Altbauten besonders betroffen sind
Bleirohre wurden in Deutschland in Gebäuden bis 1973 verbaut. Entscheidend ist deshalb häufig das Baujahr: Wer in einem Altbau wohnt oder einen besitzt, sollte das Thema aktiv prüfen. Das Umweltbundesamt schätzt grob, dass in Deutschland noch rund 38.000 Gebäude Bleileitungen innerhalb der Trinkwasserinstallation aufweisen und zusätzlich rund 15.000 Gebäude über Hausanschlussleitungen aus Blei verfügen.
Eine besondere Herausforderung ist, dass Bleiteile nicht immer sichtbar sind. Sie können hinter Wänden, unter Putz, in Schächten oder als „vergessene“ Teilstücke im System liegen – und somit in der Schätzung des Umweltbundesamt nicht auftauchen. Selbst kleine Abschnitte können problematisch sein.
Schnell Klarheit bekommen – ohne Terminorganisation, mit Laborqualität
„Der Stichtag am 12. Januar 2026 ist für viele Haushalte ein Weckruf“, sagt Tim Fabian Besser, Geschäftsführer von IVARIO. „Wir alle nutzen Wasser täglich zum Trinken, Kochen oder für Babynahrung, daher sollten wir die Qualität unseres Trinkwassers kennen. Eine Labormessung schafft die nötige Klarheit, um etwaige Schritte einzuleiten.“
IVARIO analysiert mehrere tausend Wasserproben pro Jahr. In der internen Auswertung liegen Blei-Befunde unter den häufigsten Abweichungen. Zudem zeigt ein relevanter Anteil der Proben Überschreitungen einzelner Parameter der Trinkwasserverordnung.Interne Auswertungen zeigen, dass der Grenzwert für Blei bei den Wasserproben zu den am häufigsten überschrittenen gehört. [2]
Der Ablauf ist verbraucherorientiert: Probenahme-Kit bestellen, Probe nach Anleitung entnehmen (insbesondere als Stagnationswasserprobe), an das Labor senden und Ergebnis digital abrufen – ohne Vor-Ort-Termin und mit nachvollziehbarer Dokumentation.
Was Verbraucher:innen jetzt konkret tun können
Die neue Rechtslage soll vor allem eines erreichen: Gesundheitsschutz – und zwar dort, wo die Risiken entstehen können: bei der Gebäudeinstallation. IVARIO empfiehlt eine pragmatische Vier-Schritte-Logik:
- Prüfen: Baujahr/Installationshistorie klären (bei Mietwohnungen: Vermieter:in bzw. Hausverwaltung ansprechen).
- Testen: Bei Unsicherheit oder in Altbauten eine Laboranalyse durchführen – besonders, wenn Kinder, Schwangere oder ältere/kranke Personen im Haushalt leben.
- Ersetzen: Bei bestätigtem Befund liegt die Verantwortung für Austausch/Stilllegung grundsätzlich bei Eigentümer:innen bzw. Betreiber:innen. Der Austausch muss fachgerecht erfolgen.
- Dokumentieren: Nach Austausch erneut messen, um den bleifreien Status zu bestätigen und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Ob eine Trinkwasserinstallation tatsächlich bleifrei ist, lässt sich von außen in der Regel nicht erkennen – insbesondere in älteren Gebäuden. Wer also frühzeitig prüft, erhält Klarheit über die eigene Situation und kann auf dieser Grundlage gezielt handeln, bevor gesundheitliche Risiken entstehen oder gesetzliche Fristen greifen.
Weitere Informationen auf der IVARIO FAQ-Seite „Bleifrei trinken“: https://ivario.com/de-de/pages/bleifrei-trinken.
Quellen:
[1] Umweltbundesamt: Bleirohre: Blei im Trinkwasser ist gesundheitsgefährdend. https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/blei-im-trinkwasser.
[2] IVARIO: Bleifrei trinken. https://ivario.com/de-de/pages/bleifrei-trinken.
Bildmaterial:
Tim Fabian Besser, Geschäftsführer von IVARIO
